Evangelisch-lutherische Kirche in Braunschweig
25.12.2012

Gewalt gegen Kinder lästert Gott

Landesbischof Weber fordert in Weihnachtspredigt besseren Schutz der Kleinsten

Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber. Foto: Klaus G. Kohn

Braunschweig. Landesbischof Weber hat in seiner Weihnachtspredigt einen besseren Schutz von Kindern gefordert. Die Gewalt gegen Kinder sei ein Skandal und lästere Gott, sagte er am Heiligen Abend (24. Dezember) in der Christvesper im Braunschweiger Dom. Die Kriminalstatistik weise in dieser Hinsicht erschreckende Zahlen auf. Im vergangenen Jahr seien 146 Kinder unter 14 Jahren in Deutschland ums Leben gekommen. Die Fälle sexuellen Missbrauchs seien auf etwa 14.330 gestiegen.

Die Humanität einer Gesellschaft und eines Staates ließen sich daran ablesen, wie junge Familien unterstützt und Kindern Lebenswege ermöglicht werden, unterstrich der Landesbischof: „Die Frage nach den Lebensmöglichkeiten der Kinder ist ein Prüfstein für jede politische Partei, und natürlich auch für die Kirche und andere gesellschaftliche Gruppen."

Die Weihnachtsgeschichte bezeichnete Weber als „Gegengeschichte gegen die üblichen Nachrichten dieser Welt". Auch sie spreche von der Gewalt und Brutalität der Machthaber, zeige aber zugleich eine Perspektive des Friedens auf. In der Weihnachtsgeschichte liege der Grund für die Hoffnung, dass es in dieser Welt anders werden kann.

Predigt im Wortlaut

Verfasser: Michael Strauss