Evangelisch-lutherische Kirche in Braunschweig

Klimaschutzteilkonzept „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften"

Am 1. Dezember 2010 startete die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig ihr Projekt: Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften", das mit Förderung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bis zum 31.11.2011 läuft (Förderkennzeichen 03KS1196). Nach einer Förderzeitverlängerung wird der Abschlussbericht im Frühjahr 2012 vorliegen.

Wozu dient das Klimaschutzteilkonzept ?
Ziel ist die Ermittlung und die nachweisliche Reduzierung der CO2-Emissionen für die kirchlichen Gebäude.

Im Merkblatt des BMU heißt es zur Erstellung von Klimaschutzteilkonzepten, dass das Konzept als „strategische Planungs- und Entscheidungshilfe [dienen soll ..., um] Treibhausgase und Energieverbräuche nachhaltig [reduzieren zu können].
Klimaschutzteilkonzepte analysieren die spezifische Ausgangssituation sowie die technisch und wirtschaftlich umsetzbaren CO2-Minderungsprotenziale. Sie zeigen Entscheidungsträgern, wie kurz-, mittel- und langfristig Klimaschutzpotentiale erschlossen werden können“ (Merkblatt BMU, Hinweise zur Antragstellung).

 

Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) hat durch ihren Beschluss der 11. Synode vom 09. November 2010 festgelegt, die Institutionen der EKD und die Landeskirchen aufzufordern, bis 2015 eine Reduktion ihrer CO2-Emissionen um 25 % - gemessen am Basisjahr 2005 - vorzunehmen. Die Kirchen in ihrer Vorbildfunktion sind in besonderer Weise gefragt.
Mit dem Klimaschutzteilkonzept „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften" wird dieser Aufruf umgesetzt.

 

Die Umsetzungsphase:
Das Kollegium hat sich mit dem Förderprogramm des Bundesministeriums im September 2009 beschäftigt, danach hat eine erste Vorstellung des Projektes im Rahmen einer Informationsveranstaltung für die Pröpstinnen und Pröpste sowie der Propsteibauausschussvorsitzenden im Landeskirchenamt stattgefunden.

Am 17.11.2009 hat dazu leitender Landeskirchenbaurat Helmut Müller alle Kirchenvorstände, Kirchenverbände und die Propsteien mit einem Schreiben zur Klimaschutzinitiative informiert und um Rückmeldung zur Teilnahme gebeten. Aus dem Schreiben: „Das BMU fördert im Rahmen der Erstellung des Programms „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften" drei Bausteine:

1. Klimaschutz Management
bedeutet die

  • Erfassung der Basisdaten, Gebäude Energieverbräuche, Analyse der Ergebnisse und Entwicklung von Kennzahlen
  • Entwicklung eines Organisationskonzeptes und
  • Entwicklung eines Controllingkonzeptes.


2. Gebäudebewertung
gibt einen genaueren Überblick über den Zustand der Gebäude und soll eine Schätzung der Investitionskosten enthalten.

3. Feinanalysen
An einer beschränkten Anzahl von Gebäuden sollen detaillierte Untersuchungen durchgeführt
und konkrete Sanierungsmaßnahmen entwickelt werden."

Für die 2010 genehmigten 43 überwiegend kirchgemeindlich genutzten Gebäude werden energierelevante Gebäudedaten, Energieverbräuche und Energiekosten erhoben und bewertet. Erarbeitet werden Vorschläge für Maßnahmen, die keinen, einen geringen oder einen intensiven Finanzrahmen benötigen, unter Ausweisung der CO2-Einsparpotenziale und ihrer Wirtschaftlichkeit.
Ausgehend von den untersuchten Gebäuden unterschiedlicher Nutzungen werden Konzepte für die laufende Erhebung und Auswertung von Energieverbräuchen und Energiekosten, für die Überprüfung der Wirksamkeit von Maßnahmen, für Sanierungsstandards und Schulungen für einen kirchlichen Personenkreis gesucht.

 

Begleitet wird die Konzepterstellung von einer eigens gebildeten Arbeitsgruppe „Klimaschutz - Energiemanagement in Gebäuden". Ihr gehören Personen aus den Bereichen der örtlichen Kirchgemeinden, der Umweltkammer, des Landeskirchenamtes und beratend die begleitenden Fachingenieure an, die mit baulichen Fragen und Gebäudemanagement befasst sind.
Aufgabe der Arbeitsgruppe wird es sein, die Vorschläge der beauftragten Energieberater im Hinblick auf Effektivität und Akzeptanz zu prüfen und eigene Ideen einzubringen. Sie soll auch über die Laufzeit des Projekts hinaus für etwa zwei weitere Jahre die Umsetzung verbesserten Energiemanagements in der Landeskirche unterstützen.

Es sind Präsentationen im Tagungshaus des Landeskirchenamtes geplant. Einer breiten Öffentlichkeit sollen die Ergebnisse und Vorschläge der Energieberater dort erläutert werden.

Offiziell abgeschlossen wird das Projekt mit einem öffentlichen Klimaschutzbericht.

 

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Weitere Informationen:

 

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