Evangelisch-lutherische Kirche in Braunschweig

Der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) ist mit jeweils mehr als 100.000 zumeist jugendlichen Teilnehmern das größte protestantische Christentreffen in Deutschland. Es findet alle zwei Jahre von mittwochs bis sonntags an unterschiedlichen Orten statt und steht unter einem biblischen Losungswort. Die Schwerpunkte des Kirchentags sind die Eröffnungsgottesdienste, Bibelarbeiten, Vorträge, Podien, Foren, Werkstätten, das Feierabendmahl sowie der zentrale Schlussgottesdienst. Außerdem hat sich ein "Markt der Möglichkeiten" herausgebildet, in dem kirchliche Gruppen und Werke ihre Arbeit darstellen.

Gegründet wurde der Kirchentag 1949 von Reinhold von Thadden-Trieglaff (1891 bis 1976) in Hannover. Er stand der Bewegung viele Jahre als Präsident vor. Der Kirchentag will "die evangelischen Christen in Deutschland sammeln, sie für die Verantwortung in ihrer Kirche rüsten, sie zum Zeugnis in der Welt ermutigen und mit ihnen in der Gemeinschaft weltweiter Christenheit bleiben" (Präambel). Er gilt immer wieder als gesellschaftspolitische Zeitansage.

Rechtsträger ist der Verein zur Förderung des DEKT e.V., der in Fulda einen hauptamtlichen Stab unterhält. Die Leitung liegt in den Händen eines Präsidiums, das jeweils auf sechs Jahre einen dreiköpfigen ehrenamtlichen Vorstand wählt. Jeweils für zwei Jahre führt eines der drei Vorstandsmitglieder die Bezeichnung "Kirchentagspräsident". Zur Zeit ist dies Generalsekretär ist zur Zeit Dr. Reinhard Höppner, Ministerpräsident a.D., Magdeburg. Der DEKT ist rechtlich von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie deren Gliedkirchen unabhängig, arbeitet aber mit ihnen zusammen.

Vom 6. bis 10. Juni 2007 findet in Köln der 31. Deutsche Evangelische Kirchentag statt. Er steht unter der Losung "lebendig und kräftig und schärfer"
(Hebr. 4,12).