Eine Stätte für die Lebenden und den Toten
Die Bestattung kann ein Erdbegräbnis oder eine Feuerbestattung sein, bei der Seebestattung wird die Urne im Meer versenkt.
Für Erdbestattungen und Urnenbestattungen bieten die kirchlichen Friedhöfe in der Regel Wahl- und Reihengrabstellen an. Die Ruhezeiten liegen zwischen 15 und 25 Jahren und können bei Wahlgräbern verlängert werden.
Die anonyme Beisetzung kann dem Wunsch der Hinterbliebenen entgegenstehen, einen Ort für ihre Trauer zu haben. Die Grabstelle sollte mit Namen und Jahreszahlen gekennzeichnet sein.
Neben dem namenlosen Grab gibt es andere Möglichkeiten für Hinterbliebene, welche wenig Zeit für die Grabpflege erübrigen können: Mancherorts ist eine Bestattung in pflegefreien Rasengräbern möglich. Daneben bieten einige Friedhöfe Gemeinschaftsanlagen bzw. Urnenhaine an, bei denen die Namen der Verstorbenen auf einem Gemeinschaftsgrabmal aufgeführt werden.
In neuerer Zeit ist in Deutschland auch die Bestattung in einem Friedwald oder in Bestattungskirchen möglich geworden.
Die Satzungen kirchlicher Friedhöfe beinhalten meist Gestaltungsvorschriften, welche etwa die Aufstellung bestimmter Grabsteinformen oder Bearbeitungsarten ausschließen. So verträgt sich etwa hochglänzender schwarzer Stein nicht mit dem Charakter eines christlichen Begräbnisortes.
Voraussetzungen
Die kirchliche Bestattung setzt in der Regel voraus, dass der Verstorbene bei seinem Tod Mitglied einer evangelischen Kirche war. Auf Wunsch der Eltern werden auch Kinder kirchlich bestattet, die vor einer Taufe verstorben sind. Dasselbe gilt für tot-, fehl- oder ungeborene Kinder.
Keinem verstorbenen Kirchenmitglied darf auf Grund seiner Todesumstände eine kirchliche Bestattung verwehrt werden. Gehörte der Verstorbene einer anderen christlichen Kirche an, so kann er in Ausnahmefällen von einem Pfarrer der Landeskirche bestattet werden. Zuvor soll mit dem zuständigen Pfarrer der anderen Kirche Kontakt aufgenommen werden.
Niemand darf gegen seinen zu Lebzeiten geäußerten Willen kirchlich bestattet werden. Die kirchliche Bestattung von Verstorbenen, die keiner christlichen Kirche angehörten, kann in begründeten Ausnahmefällen geschehen. Die Entscheidung über Ausnahmefälle trifft der Pfarrer.
Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Bestattungsgesetz der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig.


