Evangelisch-lutherische Kirche in Braunschweig

Religionspädagogik auf neuen Wegen – Erinnerungen von Hartmut Padel

In seinen Erinnerungen an fünfzehn Jahre Katechetisches Amt blickt der Autor zurück auf neue Entwicklungen in der religionspädagogischen Arbeit und im Konfirmationsunterricht während der 60er und 70er Jahre. Er liefert damit einen wichtigen historischen Beitrag zum Verhältnis Kirche und Schule, zur Vermittlung religiöser, biblischer und gesellschaftlicher Themen in Kirche und Schule sowie zur Entwicklung der kirchlichen Dienste im Bereich der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig.

Skizziert wird unter anderem die Lösung des Religionsunterricht vom älteren Konzept der Evangelischen Unterweisung hin zu einer auf die Lebenswirklichkeit der Schüler ausgerichteten Vermittlung der biblisch-christlichen Überlieferung. Im Konfirmandenunterricht gelangten ebenfalls neue, die Schüler in den Blick nehmende Vermittlungsmodelle zur Anwendung. Mit dem Konfirmanden-Ferienseminar wurde ein bis heute erfolgreicher Bestandteil der Konfirmandenarbeit entwickelt.

Eine aktuelle Dimension gewinnen die Erinnerungen Padels auch durch die Frage nach der Verortung des Religionsunterrichtes zwischen Schule und Kirche, nach den Methoden und Zielgruppen der Fortbildung in diesem Bereich und hinsichtlich der regelmäßig wiederkehrenden strukturellen Anfragen an die übergemeindliche kirchliche Arbeit.

Heft 18 der Quellen und Beiträge zur Geschichte der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig ist über das Landeskirchliche Archiv und den Buchhandel erhältlich.

Empfohlener Buchhandelspreis 6,00 € (ISBN 3-9809731-6-6). Für kirchliche Einrichtungen ist der Bezug kostenlos.

Weitere Informationen zu den Heften 1-18 der Reihe finden Sie unter

 http://www.landeskirche-braunschweig.de/958.html 

 

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Neuerscheinung: Theologie im Dialog - Georg Calixt (1586-1656) - Wegbereiter der Ökumene

Georg Calixt

Georg Calixt wurde am 14. Dezember 1586 in Medelby (Schleswig) geboren. Er starb am 19. März 1656. Von 1614 bis zu seinem Tod wirkte er als Theologieprofessor in Helmstedt. Calixt war Vertreter einer humanistischen und historisch ausgerichteten vermittelnden Theologie in der lutherischen Kirche. Er erstrebte eine konstruktive und vorurteilsfreie Verständigung aller christlichen Konfessionen auf der Grundlage des Apostolischen Glaubensbekenntnisses und der christlichen Lehre in den ersten fünf Jahrhunderten. Zeitgenössische Lutheraner lehnten dies als Verrat an der Reformation ab; die Folge war ein langjähriger Religionsstreit. Durch seine Schüler lebten Calixts frühaufklärerische Ideen über seinen Tod hinaus fort.

Über den Stellenwert der von Calixt vorgeschlagenen Rückbesinnung auf die altkirchlichen Übereinkünfte angesichts der aktuellen ökumenischen Entwicklung wurde auf einem Studientag anlässlich des 350. Todestages von Georg Calixt am 30. Oktober 2006 im Predigerseminar Braunschweig diskutiert. In fünf Vorträgen wurde das Leben, Werk und Wirken des Theologen vorgestellt und der Frage nachgegangen, in welcher Beziehung sein Modell der christlichen Geschwisterlichkeit zu den ökumenischen Vorstellungen von versöhnter Verschiedenheit in der Gegenwart steht.

Mit dem 17. Heft der "Quellen und Beiträge der Geschichte der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig" legt das Landeskirchenamt Wolfenbüttel die Studientagsreferate von Inge Mager, Wolfgang Sommer, Christoph Böttigheimer und Martin Friedrich nunmehr in gedruckter Form vor: ein Beitrag zur Geschichte der ökumenischen Beziehungen, der Traditionslinien und Brüche zwischen der Ökumene nach Calixtinischer Denkart und ihrer aktuellen Gestalt aufzeigt.

Empfohlener Buchhandelspreis 6,00 € (ISBN 3-9809731-4-X).