Evangelisch-lutherische Kirche in Braunschweig

Familienforschung in der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig

Die im Zuge der Reformation des Herzogtums Braunschweig mit der Kirchenordnung 1569 eingeführten Kirchenbücher liegen:

  • im Niedersächsischen Landesarchiv, Abteilung Staatsarchiv Wolfenbüttel: älteste Kirchenbücher bis 1814
  • in den Kirchengemeinden: Kirchenbücher ab 1815, z.T. früher, bis heute
  • im Landeskirchlichen Archiv Wolfenbüttel: Deposita der Kirchengemeinden ab 1815, z.T. früher, bis etwa 1920
  • im Stadtarchiv Braunschweig: ältere Kirchenbücher der Stadt Braunschweig bis 1830

Die Familienforschung unterliegt in unserer Region den Vorschriften der Kirchenbuchordnung der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig sowie jeweils den Benutzungs- und Gebührenordnungen der Landeskirche und des Niedersächsischen Landesarchivs. Kirchenbücher unterliegen wie alle kirchlichen Archivalien den Sperrfristen des Archivgesetzes der Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen vom 26. Februar 1999 (§ 7). Sie dürfen daher frühestens 30 Jahre nach Abschluss des Bandes benutzt werden und wenn die darin genannten Personen seit mindestens 10 Jahren verstorben sind. Sind die Sterbedaten nicht ermittelbar, endet die Sperrfrist 100 Jahre nach der Geburt. Es gibt für das Gebiet unserer Landeskirche keine überregionalen Familien- oder Namensregister. Alle historischen Personendaten müssen aus den gemeindebezogenen Kirchenbüchern ermittelt werden. Daher ist es unbedingt erforderlich, den genauen Herkunftsort der gesuchten Person mitzuteilen, möglichst mit Angabe des Landkreises, der Provinz und des Reichs-/Bundeslandes. Oft wird in Unterlagen neuer Heimatländer, z.B. der USA, "Braunschweig"/"Brunswick" angegeben. Damit ist in der Regel das Land/Herzogtum Braunschweig, das bis 1946 existierte, gemeint und nicht die Stadt Braunschweig. Für eine Recherche ist diese Angabe zu ungenau. In einem solchen Fall muss zunächst der eigentliche Herkunftsort ermittelt werden.

Sofern die gesuchten Orte außerhalb unserer Landeskirche liegen, leisten wir gern Hilfestellung beim Auffinden der richtigen Anlaufstelle für die weitere Recherche. Für die Suche in größeren Städten mit mehreren Kirchengemeinden ist es sehr hilfreich, wenn die letzte Adresse der gesuchten Person mitgeteilt wird, um die in Frage kommende Kirchengemeinde zu ermitteln.

Bei jeder Anfrage, auch per eMail oder Fax, ist unbedingt die vollständige postalische Adresse anzugeben (möglichst mit Telefonnummer, Faxnummer, e-Mail-Adresse für Rückfragen); sonst ist eine schriftliche Beantwortung nicht möglich!

Für den Benutzer stehen wichtige Hilfsmittel wie Ortslexika und genealogische Nachschlagewerke bereit.

Bedenken Sie bitte, dass die Arbeit an den Kirchenbüchern/Mikrofichen gewisse Kenntnisse älterer Handschriften erfordert. Lesehilfen können wir Ihnen aber in begrenztem Umfang anbieten.