Gedenstätte und Kirche in Marienborn
"Vom Bollwerk der Trennung zum Ort der Begegnung", so stellt sich die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn dar. Noch bevor es die Gedenkstätte gab, trafen sich viele Menschen jeweils am 3. Oktober auf dem Gelände der ehemaligen Grenzübergangsstelle um einen Gottesdienst zu feiern. Eingeladen hatte die Männerarbeit der Kirchenprovinz Sachsen und die Männerarbeit der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig. Diese Gotetsdienste sind fortgesetzt worden. Die Veranstalter haben sich zur "Arbeitsgemeinschaft 3. Oktober" zusammengefunden, wozu auch die Frauenhilfe (Landesverband Braunschweig), die Katholische Kirche (Bistum Magdeburg) und die Gedenkstätte Deutsche Teilung gehört.
Die Gedenkstätte unter Leitung von Dr. Joachim Scherrieble ist ein Ort der Begegnung geworden. Begegnungen von Alt und Jung, von Ost und West, von Evangelisch und Katholisch sind an der Tagesordnung.
Das Projekt "Gedenkstätte und Kirche" (GuK) ist ein Kooperationsprojekt der Gedenkstätte und der Kirchenprovinz Sachsen. Die Partner wollen die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen Gedenkstätte und Kirche systematisieren und intensivieren. Dabei ist der Bereich der Kirche nicht auf die Kirchenprovinz Sachsen beschränkt. Die Formen der Zusammenarbeit reichen von kostenloser Nutzung der Tagungsräume mit entsprechender Infrastruktur über begleitetem Rundgang über das historische Gelände, Projekttag, Zeitzeugeneinsatz, Begegnung mit kirchlichen Gruppen vor Ort bis zu mehrtägigen Seminaren. GuK-Projektleiter ist Escamillo Grünheid. Das Faltblatt, das über Hintergründe, Ziele und Möglichkeiten informiert, ist bei der Gedenkstätte erhältlich.

